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Volkssänger
Der Roider Jackl aus dem
niederbayerischen Weihmichl war einer der populärsten bayerischen
Volkssänger und der Erfinder des "politischen Gstanzls". Sein
musikalischer Werdegang begann 1931 mit der Teilnahme am 1.
Niederbayerischen Preissingen in Landshut. Damals ersang er sich nicht nur
mehrere Preise, sondern wurde auch vom Rundfunk entdeckt. Zahlreiche
Rundfunkauftritte bis 1945 machten ihn schon sehr bald bekannt. Seine
eigentliche Karriere als Sänger politischer Gstanzl und Kommentator
politischer Ereignisse nahm nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Anfang.
Roider bewegte sich trittsicher auf seiner Bühne: Ob beim Salvatoranstich
auf dem Münchner Nockherberg, bei bundespolitischen Ereignissen und
Festlichkeiten in Bonn oder in der ab 1952 im Bayerischen Rundfunk
ausgestrahlten "Weißblauen Drehorgel". Als der Roider Jackl 1975 starb,
sprachen die Medien vom "Hingang einer weißblauen Institution". Recht
hatten sie, denn bis heute ist er einmalig und seine Kunst unerreicht
geblieben
"Wenn mia Bayern a koa Geld ham
dafür hamma a Kultur,
aber wenn´s vo draussn net so vui reibracht hättn,
na
glaub i hätt ma no mehr.
Wenn blos de Staatsmänner in Kriag miastn
ja
na waar da Kriag z´haus,
do
wärat bei Kriegsbeginn o´zapft
und
wenn´s Fassl lar war, na wara aus"
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Quelle:
Bezirk
Niederbayern
Übrigens:
Der Roider Jackl, der singende
Oberförster, liegt auf dem Freisinger Friedhof begraben - ganz in der Nähe
der Brauerei Weihenstephan!
Uns noch was zum schmunzeln:
Das Standbild des Gstanzlsängers
Roider Jackl, dessen ironisch gemeinter G´stanzl "Jetzt
muss ich aufhören zu singen, sonst setzen die mir noch ein Denkmal, wo das
Wassser rausläuft" ihm posthum eben selbiges bescherte.

Zu finden ist
dieser Brunnen in Freising an der Bahnhofsstrasse, Ecke Obere Hauptstrasse.
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