Heizkraftwerk iin Unterhaching

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Unterhaching
26.01.2004

Start der Bohrarbeiten

für Kraftwerk und Fernwärmeversorgung

In Unterhaching wurde gestern ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Geothermie in Deutschland getan. Bürgermeister Dr. Erwin Knapek gab den Starschuss für die Bohrarbeiten für ein neues geothermisches Heizkraftwerk. Drei Monate sind veranschlagt, bis der Bohrmeißel die Endteufe in rund 3400 m Tiefe erreicht haben wird.

Nach Angaben von Gerlinde Kittl, Geschäftsführerin der Geothermie Unterhaching GmbH und Co. KG ist die Untertagekonzeption darauf ausgelegt, zukünftig bis zu 150 Liter Thermalwasser pro Sekunde fördern zu können. Es wird erwartet, im Untergrund Wassertemperaturen bis zu ca. 120 °C anzutreffen. Aus dieser heißen Ressource sollen bis zu 3,1 MW elektrischer Leistung und 16 MW thermischer Leistung gewonnen, der erzeugte Strom entsprechend dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) in das örtliche Stromnetz eingespeist werden. Mit der Wärme werden künftig kommunale und private Liegenschaften günstig und umweltfreundlich versorgt. Dieses innovative und wegweisende Projekt spart jährlich bis zu 37.000 t CO2 ein.

Gebohrt wird mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 2 m pro Stunde. Zum Einsatz kommt ein innovatives Tiefbohrgerät vom Drilltec aus Ettlingen. Gesamtprojektleiter Christian Schönwiesner-Bozkurt von der Nürnberger Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner geht daher davon aus, dass, sofern keine unerwarteten Probleme auftreten, die Bohrung in der zweiten Aprilhälfte komplettiert werden kann.

Schönwiesner-Bozkurt sieht die Geothermie als einen zentralen Baustein auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Energieerzeugung. Zurecht verweist er darauf, dass die gegenwärtige deutsche Entwicklung in vielen Teilen der Welt mit größtem Interesse verfolgt wird. Das Projekt ist kein Forschungsvorhaben, nutzt gängiges Know-how und auf dem Markt erhältliche Anlagen und musste daher von vornherein auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet werden.

Von den Beteiligten werden die Bohrarbeiten wohl mit von Tag zu Tag wachsender Spannung verfolgt werden. Bürgermeister Dr. Knapek betonte im Zusammenhang mit der Aufnahme der Arbeiten noch einmal die Bedeutung des Gesamtkonzeptes, zu dem auch eine in Europa bislang einmalige privatwirtschaftliche Absicherung der geologischen Risiken gehöre. Dass in der 20000 Einwohner zählenden Kommune in der Nachbarschaft Münchens ein neues Kapitel für die erneuerbaren Energien in Deutschland aufgeschlagen wird, sieht wohl nicht allein ihr Bürgermeister so. Am 6. Februar wird Bundesumweltminister Trittin am Bohrplatz erwartet, um für das Vorhaben den offiziellen Startschuss zu geben.


Ansprechpartner: Bürgermeister Dr. Erwin Knapek Aufsichtsratsvorsitzender der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG Rathausplatz 7 82008 Unterhaching Tel. 089/66551-0 Email: bgm@unterhaching.de

Geschäftsführer der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG: Frau Gerlinde Kittl Dip.Ing. (FH) Landespflege Rathausplatz 7 82008 Unterhaching Tel. 089/66551-220 Fax: 089/66551-212 Email: geothermie@unterhaching.de Herr Jörg Specht

Dipl.Ing. (FH) Verfahrenstechnik Rathausplatz 7 82008 Unterhaching Tel. 089/66551-212 Fax: 089/66551-205 Email: geothermie@unterhaching.de

Gesamtprojektleiter Herr Christian Schönwiesner-Bozkurt. Rödl & Partner GbR Äußere Sulzbacher Straße 100 90491 Nürnberg Tel.: 0911 - 9193 - 402 Fax: 0911 - 9193 - 902 e-mail: christian.schoenwiesner-bozkurt@roedl.de Internet: www.roedl.de

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.geothermie.de

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Gartenstraße 36 D-49744 Geeste T: +49 (0)5907 545 F: +49 (0)5907 7379 Internet: www.geothermie.de


Weitere Informationen:

http://www.geothermie.de


Quelle:

Informationsdienst Wissenschaft

 

 


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