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Adressen von Computern im Internet

IP-Nummer / -adresse

 

Jeder Computer, der mit anderen Computern im Internet Daten austauschen will, braucht eine eindeutige Adresse. Diese Adresse ist eine weltweit eindeutige Nummer und sieht z.B. folgendermaßen aus: 120.76.75.100

 

Im Internet werden die Informationen in kleinen Paketen transportiert, die immer die Adressen von Absender und Adressat enthalten. Die Absenderadresse ist notwendig, damit der adressierte Computer weiß, wo er seine Antwort hinsenden muss.

 

Ein Lauscher braucht nur alle vorbeikommenden Pakete einer bestimmten Adresse zu sammeln, und kann so die Kommunikationsbeziehungen und auch die Kommunikationsinhalte dieses Nutzers rekonstruieren.

Zudem enthält jedes Paket eine so genannte "Sequenznummer", so dass der Empfänger, und eben auch der Lauscher die in den Paketen gespeicherten Teile des Datenstroms wieder richtig zusammensetzen kann.

 

Verbindung zum Internet über Telefon

 

Die Computer der meisten Internetnutzer - i.d.R. alle diejenigen, die sich von zu Hause per Telefon, ISDN oder DSL mit dem Internet verbinden - erhalten vom Internet-Zugangsprovider dynamisch eine IP-Adresse zugeteilt. Dies bedeutet, dass der Nutzer bei jeder Einwahl ins Internet zufällig eine IP-Adresse aus dem Vorrat des Providers für diese eine Sitzung zugeteilt bekommt. Bei der nächsten Einwahl erhält der Nutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere IP-Adresse.

 

Insofern kann ein Lauscher und auch der jeweilige Webserver nur anhand der IP-Adresse den Nutzer normalerweise nicht eindeutig identifizieren. Jedoch kennt und speichert der Zugangsprovider die Zuordnung zwischen Nutzer bzw. Telefonnummer und der in einem Zeitraum vergebene IP-Adresse. Arbeitet nun der Zugangsprovider und der Webserver zusammen, ist eine Identifizierung möglich. Dies geschieht beispielsweise im Falle einer Strafverfolgung.

 

Der Zugangsprovider kann in jedem Fall den Nutzer beobachten - er verfügt sowohl über identifizierende Merkmale (z.B. die Telefonnummer) als auch über alle übertragenen Daten.

 

Cookies und Webbugs

 

Da eine Wiedererkennung eines Nutzers anhand der IP-Adresse nicht einfach und eindeutig genug ist, um dies gegenüber allen Internetnutzern einzusetzen, werden zusätzliche Mechanismen (die so genannten "Cookies") eingesetzt.

 

Cookies ermöglichen die Wiedererkennung des jeweiligen Webbrowsers bei wiederholten Besuchen einer Webseite unabhängig von der IP-Adresse. Webserver setzen diesen Mechanismus beispielsweise ein, um einen personalisierten Webauftritt zu ermöglichen.

Allerdings nutzen u.a. Werberinge den Cookiemechanismus um umfangreiche Profile über die Surfer zu erstellen. Sie nutzen dabei zudem einen Trick, um die Bewegungen der Nutzer über verschiedene Webseiten verfolgen zu können:

Auf jeder teilnehmenden Webseite wird entweder ein Werbebanner, ein beliebiges Bild oder ein so genannter "Webbug" platziert. Alle diese Objekte läd der Webbrowser vom zentralen Server des Werberinges, so dass der Nutzer anhand von Cookies wieder erkennt wird, obwohl er den Server des Werberinges nie besucht hat.

 

Webbug

 

Ein "Webbug" ist ein üblicherweise 1*1 Pixel kleines Bild, in der gleichen Farbe wie der Hintergrund der Webseite. So bemerkt der Nutzer höchstwahrscheinlich nicht, daß Objekte von fremden Rechnern geladen werden.

 

Um wirklich anonym im Internet zu surfen, sollten Sie:

 

* die Annahmen von Cookies in Ihrem Webbrowser deaktivieren,

* die gespeicherten Cookies regelmäßig löschen,

* zusätzliche Programme wie z.B. Webwasher, die Cookies nur temporär annehmen, einsetzen

* ggf. JAP einsetzen (Achtung: Rechtlich nicht geklärt - Möglicherweise Illegal bzw. strafbar => INFOS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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PROMMERSBERGER
22.11.2011